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Megatrends in Architektur und Design

18. Februar 2020

Trend ist nicht gleich Trend. Sie assoziieren beim Begriff „Trend“, in erster Linie „Zeitgeist“, „Geschmack“ und denken an die Modeindustrie? - Stimmt, auch hier spricht man von Trends. Wir möchten Ihren Blick in den kommenden Ausgaben aber auf die sogenannten „Megatrends“ lenken und über deren Strömungen und Gegenströmungen berichten. Es geht darum gravierende Entwicklungen nachvollziehen zu können und unsere Kunden, deren Bedarf und ihre Bedürfnisse zu verstehen.

Von Julia Greven 

 

Dafür ist es notwendig, diejenigen Veränderungsprozesse zu kennen, die einen entscheidenden Einfluss auf unsere Lebenswelten und Wertesysteme haben. Megatrends unterscheiden sich also von den oben erwähnten Modetrends. Sie durchdringen und beeinflussen alle Bereiche unseres Lebens, global, wenn auch in regional unterschiedlich starker Ausprägung. Wer sind nun die großen Treiber des Wandels? Welche ökologischen, ökonomischen sowie soziodemografischen und technischen Entwicklungen beeinflussen in welcher Art und Weise Produktentwicklung, Architektur, Städtebau, Handwerk und Gestaltung?


Folgende Megatrends bestimmen die erste Hälfte unseres Jahrhunderts im besonderen Maße:

 

Aus diesen übergeordneten Themenbereichen werden Produkt- und Dienstleistungs-innovationen entstehen. Und schließlich auch Entwicklungen in Mode und Interiordesign abgeleitet. Herauszufinden, inwiefern und in welchem Maße Sie persönlich, Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden von ein oder anderem beeinträchtigt und beeinflusst werden, kann erfolgsentscheidend sein. Wie und woher gewinnen wir zukünftig Energie? Welche Veränderung in Architektur und Stadtentwicklung gehen mit dem Klimawandel einher? Denken wir zum Beispiel an die „Floating Cities“ der Niederlande.

 


Abb. Google: „Floating cities“ in den Niederlanden und anderen Teilen der Welt, welche unter dem Meeresspiegel liegen bzw. sinken.


Aber nicht nur der Klimawandel zwingt uns, Produktions- und Lebensweisen zu verändern. Eine zunehmend individualistische Gesellschaft sowie die Folgen der digitalen Revolution bewirken ebenfalls große Veränderungen. Mit diesen müssen wir als "Lebensraumgestalter“ konstruktiv kreativ umgehen. Es gilt, Millionenmetropolen zu erschaffen, die sowohl eine langfristig gut funktionierende Infrastruktur als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

 

Für Stadtentwickler, Architekten und Gestalter besteht die Herausforderung darin, in immer kürzerer Zeit immer größere und komplexere Ballungszentren zu erschaffen, die Mensch (und Tier) dennoch eine optimale Lebensqualität ermöglichen. Und das im Einklang mit der Umwelt. Insbesondere in Asien wächst daher der Trend zu „Green Cities“.

 


Abb. Binhai Eco City: Eine Fallstudie zur grünen Stadtplanung, entworfen vom Architekturbüro Holm (HAO)

 

Um die miteinander verwobenen Megatrendthemen besser auf den Bereich des Wohnens, Lebens und Arbeitens herunterbrechen zu können, lassen sich folgende vier Cluster bilden:

 


© philla BrandXitement


Aus diesen lassen sich in Folge gut vier große Living-Trends ableiten: Smart Living, Healthy Living, Natural Living und Collaborate Living.

 


© philla BrandXitement

 

In den nächsten Ausgaben unsere Serie „Megatrends und ihr Einfluss auf unser Wohnen, Leben und Arbeiten“ werden wir Ihnen dazu passend konkrete Architektur- sowie Interior- und Produktdesign-Beispiele vorstellen.

 

Über die Autorin:

Julia Greven studierte Kunstgeschichte und Archäologie, ist gelernte Interiordesignerin und Marketingfachfrau mit über zwanzig Jahren Berufserfahrung. Seit 2016 berät Sie Unternehmen, Institutionen und den Handel mit Ihrer Agentur philla BrandXitement im Bereich Markenpositionierung sowie Brand + Trend Management.

 

Megatrends in Architektur und Design
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